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Der Christ der Zukunft oder haben Christen Zukunft? Werden sie und er Nomaden, Konvertiten sein also Menschen, die sich entschieden haben und diese Entscheidung begründet leben? Unsere gegenwärtige Lebens- und Denkformen scheinen darauf ein klares Ja zu geben gewohnte Strukturen lösen sich auf, Entscheidungen sind gefragt, Unterscheidung der Geister ist angesagt. Charles de Foucauld ist einer jener unscheinbaren und doch viel sagenden Menschen, die durch ihre Biographie erahnen lassen, wie und auf welche Weise christliche Lebensform sich verändert und das allein ist ein Grund seine zukunftsweisende Biographie neu in die heutige gesellschaftliche Situation hineinzubuchstabieren. |
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Sodalität Charles de Foucauld
Leben der Sodalität Die Sodalität versteht sich als eine spirituelle Gemeinschaft von Christen, die über die ganze Welt verstreut sind. Es sind Frauen und Männer, verheiratet, unverheiratet, Priester, Ordensleute, die irgendwann in ihrem Leben vom Geheimnis der Menschwerdung Gottes berührt worden sind und so wie Jesus von Nazaret in dieser Welt ganz unspektakulär ihr Nazaret-Dasein leben wollen. Nazaret stellt den Anspruch, dass persönliche Beziehungen nicht auf Kosten von Strukturen zugrunde gehen dürfen. Jede und jeder ist eingeladen, ihren Fähigkeiten entsprechend der Menschwerdung Gestalt zu verleihen, so wie es ihnen vom Geist Gottes gegeben ist. Darüber hinaus werden sie ihren Blick schulen, um in den alltäglichen Beziehungen die verborgene Gegenwart Gottes in den Herzen der Menschen zu entdecken, trotz einer Welt voller Konflikte und Zerrissenheiten, trotz einer Welt, die ohne Gott auszukommen scheint. Charles de Foucauld ist ihnen ein sicherer Begleiter auf diesem Weg.
Gründung und Entwicklung In den letzten Jahre seines Lebens, in denen Charles de Foucauld zu seiner vollen Identität und spirituellen Reife gelangt ist, ruft er eine Association ins Leben, er gründet die Unio. Bei seinem Tod zählte diese 49 Mitglieder. Louis Massignon, der sich 1913 Foucauld anvertraute, war auf dem 48. Platz in der Liste eingetragen. Massignon nannte die Unio später Sodalität. Unermüdlich setzte dieser sich für das Vermächtnis seines Freundes ein. Er war es, der René Bazin (französischer Schriftsteller) beauftragte, Foucaulds Biographie zu schreiben. Er war es auch, der Jean Francois Six die Koordination der Sodalität anvertraute. Dank der intensiven Foucauld-Recherchen und Veröffentlichungen durch J.F. Six, stieg die Zahl der Mitglieder rasch an; ca. 1000 sind es heute. Für nähere Informationen zu den Organisationen, die sich auf Charles de Foucauld berufen, siehe Gemeinschaften Charles des Foucauld
Wie ist die Sodalität organisiert? Die Sodalität ist keine Organisation im herkömmlichen Sinne. Sie ist vielmehr ein spirituelles Netzwerk engagierter Christen, die wie Charles de Foucauld inmitten dieser Welt ein kontemplatives Leben führen wollen und ihren Glauben durch Liebe und Güte bezeugen wollen. Das Netz von Mitgliedern wird in den verschiedenen Sprachregionen von sogenannten Koordinatoren begleitet und unterstützt. Diese verstehen sich als Kontaktpersonen, als Verbindungsglieder unter den Brüdern und Schwestern. Wer der Sodalität beitreten will, nimmt mit dem Koordinator der jeweiligen Region Kontakt auf und klärt mit ihm seine Beweggründe. Freundschaft ist die Basis für Kontakte und Treffen unter den Mitgliedern. Regelmäßig verpflichtende Treffen sind nicht vorgesehen. Jedes Mitglied jedoch weiß sich vom Gebet des spirituellen Netzes, das die Brüder und Schwestern bilden, getragen. Zweimal jährlich erhalten die Mitglieder einen Rundbrief. Siegfried Springsguth Buchempfehlung:
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